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TauchenInKapstadt
Lena als PADI Instructor in Kapstadt unter Wasser
Simon's Town · Kapstadt

Hi, ich bin Lena.

PADI Instructor mit Basis in Simon's Town. Ich tauche seit meinem 14. Lebensjahr, seit 2021 lebe ich in Kapstadt – und ich kann dir immer noch nicht erklären warum die meisten Leute woanders hinfahren.

Meine Geschichte

Von Stuttgart nach Simon's Town

Aufgewachsen bin ich in Stuttgart, ziemlich weit vom Meer entfernt. Als Kind habe ich jedes Mal, wenn wir in die Türkei oder nach Griechenland geflogen sind, sofort die Schnorchelmaske aus dem Koffer geholt. Das Meer hat mich magisch angezogen – nicht als Urlaubskulisse, sondern als Ort an dem die normale Welt einfach aufgehört hat zu existieren.

Mit 14 Jahren war dann Ägypten dran. Hurghada, Hotel-Pool mit Animation, das volle Programm. Und dann: mein erster Schnuppertauchgang mit einem lokalen Tauchlehrer. Die Maske hat Wasser reingezogen, ich habe zweimal mit dem Kopf gegen den Regler gestoßen und irgendwie trotzdem bis auf 6 Meter getaucht. Zwischen zwei Korallenstöcken hing ein Rotfeuerfisch – völlig regungslos, komplett in seiner Welt. Ich in meiner. Ich war sofort süchtig.

Studium in Berlin. Sportwissenschaften, weil ich nie mit dem Körper aufgehört habe und Schreibtischjobs mich deprimieren. Die erste Hälfte meines Stipendiums floss in Bücher, die zweite Hälfte in Tauchkurse. Open Water, dann Advanced, dann Rescue Diver. Ich habe gelernt ein Gewässer zu lesen, Luft zu sparen und anderen Menschen unter Wasser zu helfen – auch wenn sie es nicht wollen.

2014 war dann der Wendepunkt. Ein Freund hat mich überredet, einen Kaltwasser-Kurs in Norwegen zu machen. Fjorde bei Ålesund, acht Grad Wassertemperatur, kein Korallenriff weit und breit. Ich habe erwartet es hässlich zu finden. Stattdessen war da diese absolute Klarheit im Wasser, dieses fast blaue Licht, und unter mir Seesterne groß wie Frisbees. Ich bin drei Wochen geblieben statt einer.

Kapstadt kam zwei Jahre später – und hat alles nochmal umgeworfen. Ich war eigentlich für eine normale Backpacking-Reise in Südafrika und hatte einen einzigen Tauchtag eingeplant. Miller's Point, erster Abstieg, erste Sekunden im Kelp-Wald. Ich erinnere mich noch genau: Die Strömung war sanft, das Licht fiel von oben durch die Stämme wie in einem riesigen grünen Dom. Neben mir ein Pyjama-Hai auf dem Boden, vor mir nichts außer Tiefe und Grün.

Danach saß ich am Pier und wusste: Ich muss zurückkommen. Nicht als Tourist – als Mensch der hier wirklich taucht.

2018 habe ich meinen PADI Instructor gemacht, erst Divemaster-Stage, dann IDC. Acht intensive Wochen, in denen ich gelernt habe, dass Tauchen beibringen und selbst Tauchen zwei grundverschiedene Dinge sind. Als Instructor musst du jeden Taucher lesen können – den ängstlichen, den übermotivierten, den der behauptet Fortgeschrittener zu sein und es nicht ist.

Dann einige Saisons zwischen den Welten: Kapstadt im Sommer, Norwegen und Schottland im Herbst. 2021 habe ich aufgehört zu pendeln. Wohnung in Simon's Town, drei Minuten zum Hafen, feste Stelle bei Ocean Divers International. Seitdem führe ich Gruppen und Einzelpersonen durch False Bay, entlang der Atlantik-Küste und zu den Spots, die in keinem TripAdvisor-Artikel stehen.

Diese Website ist das, was ich mir gewünscht hätte, bevor ich das erste Mal nach Kapstadt geflogen bin: Ein ehrlicher, praktischer Ratgeber ohne Werbe-Bla-Bla.

Direkt aus dem Wasser

Momente, die ich nie vergesse

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Mein erster Cowshark

Ich war bei Windmill Beach, Anfang der Saison, relativ flach. Ich habe gerade eine Gruppe Anfänger betreut und auf ihre Tarierkontrolle geachtet – als aus dem Grün unter mir plötzlich ein Siebenkiemer aufgetaucht ist. Leicht über 2,5 Meter, komplett gemächlich. Mein Herz hat kurz ausgesetzt. Dann habe ich gemerkt: Er hat mich komplett ignoriert. Kein Interesse, kein Aggro, einfach sein Ozean und er schwimmt darin durch. Meine Gruppe hat ihn gar nicht gesehen – sie waren noch mit ihrer Luft beschäftigt. Ich habe drei Stunden danach noch gezittert. Vor Begeisterung.

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Die Kälte und der Moment danach

Ich sage meinen Gästen immer dasselbe: Die größte Herausforderung für deutschsprachige Taucher ist nicht der Hai, nicht die Strömung und nicht der Kelp. Es ist die Kälte. Nicht die Gefahr davon – sondern das Unbehagen in den ersten 60 Sekunden nach dem Einstieg. Wenn man in 12 Grad kaltes Wasser geht und der Neopren noch nicht warm geworden ist, will das Gehirn aussteigen. Dann kommt der Moment – nach etwa fünf Minuten – wo der Körper akzeptiert und die Gedanken weggehen. Danach merkt man die Temperatur kaum noch. Danach ist nur noch das Blaue da.

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3000km für einen Kelp-Forest-Dive

Ich hatte einmal ein Paar aus München. Die hatten zwei Wochen Urlaub genommen, Flug nach Kapstadt, Hotel in Simon's Town – alles nur für den Kelp-Wald. Beide schon über 500 Tauchgänge, beide hatten alles gesehen: Red Sea, Malediven, Cocos Island. Aber noch nie Kelp. Nach dem zweiten Dive saßen wir am Strand und der Mann hat gesagt: "Das war jede Stunde wert. Jede einzelne." Ich verstehe diesen Satz vollständig. Er ist auch der Grund warum ich noch hier bin.

Warum Kapstadt

Warmwasser ist schön. Kaltwasser ist echt.

Ich werde manchmal gefragt warum ich nicht in Thailand oder auf den Malediven tauche. Die Antwort ist einfach: Es ist nicht dieselbe Erfahrung. Tropisches Tauchen ist fantastisch – bunt, reichhaltig, warm. Aber es ist auch vorhersehbar. Du weißt was kommt.

Kapstadt nicht. Der Benguela-Strom bringt nährstoffreiches Tiefenwasser an die Oberfläche und erzeugt damit ein Ökosystem das seinesgleichen sucht. Kelp-Wälder, die bis zu 30 Meter hoch wachsen. Haie, die keine Angst vor dir haben – und du solltest auch keine vor ihnen haben. Robben, die buchstäblich um dich herumspielen. Und über allem: diese besondere Stille, die Kaltwasser mit sich bringt.

Kapstadt macht dich zu einem besseren Taucher. Du lernst dich zu konzentrieren, deine Luft zu kontrollieren, mit Strömungen zu arbeiten statt gegen sie. Wer ein Jahr hier getaucht hat, taucht danach überall besser.

Mein Werdegang

Qualifikationen & Stationen

2001

Erster Blick unter Wasser

Familienurlaub in Ägypten. Ich war 14, die Maske saß nicht richtig, das Wasser war zu salzig und trotzdem habe ich Augen gemacht wie ein Tintenfisch. Ein Rotfeuerfisch zwischen Korallen und ich war verloren. Von diesem Moment an wusste ich: Das war kein Urlaub, das war eine Entscheidung.

2010–2014

Studium in Berlin + erste Schritte

Sportwissenschaften an der Humboldt-Universität. Nebenbei: Open Water, Advanced Open Water, Rescue Diver. Jedes Urlaubsbudget ging in Tauchkurse oder Flugreisen zu warmen Gewässern. Meine Kommilitonen haben Festivals besucht, ich habe mich für Budgetflüge nach Hurghada beworben.

2014

Kaltwasser-Offenbarung in Norwegen

Erster Kaltwasser-Kurs in den Fjorden bei Ålesund. 8 Grad, Sichtweite 15 Meter, absolut nichts von Korallenriff. Ich hatte erwartet, dass es mich abschreckt. Stattdessen hat es mich fasziniert. Das Unterwasserlicht in Kaltwasser ist anders – blauer, klarer, irgendwie ehrlicher. Ich bin drei Wochen geblieben statt einer.

2016

Erster Kapstadt-Trip: Alles ändert sich

Ich bin auf Empfehlung einer Bekannten nach Kapstadt geflogen, ursprünglich als Backpacking-Reise mit ein bisschen Tauchen obendrauf. Miller's Point, erster Dive, erster Kelp-Wald. Ich schwamm durch die Stämme, oben das Licht, links ein Pyjama-Hai, rechts nichts außer grün und blau. Danach saß ich am Wasser und habe geheult. Nicht vor Angst – vor Begeisterung. Ich dachte: Das ist mein Ozean.

2018

PADI Instructor License

Divemaster-Stage bei Ocean Divers International in Simon's Town, dann direkt Instructor Development Course. Harteste acht Wochen meines Lebens. Der IDC-Kurs hat mir beigebracht, dass Tauchen beibringen eine eigene Disziplin ist – Geduld, Situationsbewusstsein, die Fähigkeit jeden Taucher dort abzuholen wo er steht.

2019–2020

Saisonweise zwischen Welten

Kapstadt im Sommer, Norwegen und Schottland im Herbst. Eine Saison auf den Lofoten, eine in Oban. Ich habe gelernt, dass Kaltwasser-Tauchen nicht ein Ding ist, sondern drei: Es gibt Atlantik-Kaltwasser, Fjord-Kaltwasser und Benguela-Kaltwasser – und alle drei sind fundamental verschieden.

2021

Feste Basis in Kapstadt

Irgendwann ist man müde vom ständigen Koffer-Packen. Ich habe eine Wohnung in Simon's Town gefunden, drei Minuten vom Hafen. Heute bin ich fest bei Ocean Divers International, führe Gruppen und Einzelpersonen durch False Bay und den Atlantik und kenne jeden Spot in der Region.

2022–2025

Hunderte Tauchgänge, hunderte Geschichten

Über 1000 Tauchgänge allein in und um Kapstadt. Davon ein großer Teil mit deutschsprachigen Gästen, die ich durch Kelp-Wälder, über Sandböden voller Cowsharks und entlang der Atlantik-Wände geführt habe. Jeder Gast hat mir etwas beigebracht – meistens was Geduld und ein ruhiger Atemrhythmus bewirken können.

2026

Diese Website

Ich habe zu oft erlebt, dass deutschsprachige Taucher mit falschen Erwartungen ankommen. Zu warme Kleidung, falsches Gear, keine Ahnung von Strömungen. Diese Website soll das ändern: konkrete Infos, ehrliche Einschätzungen, kein Werbemüll.

Zertifizierungen im Überblick

🎓

PADI Open Water Instructor

#1234567

🚑

Emergency First Response Instructor

EFR zertifiziert

🛟

PADI Rescue Diver

Advanced Certification

PADI Specialty: Wreck Diver

Mehr als 40 Wracks getaucht

📉

PADI Specialty: Deep Diver

Bis 40m Tiefe

🌊

PADI Specialty: Drift Diver

Atlantik- und Strömungsspots

🌙

PADI Specialty: Night Diver

Nacht-Tauchgänge in False Bay

🤿

Über 1000 Tauchgänge in Kapstadt

False Bay, Atlantik, Hout Bay, Gansbaai

🗣️

Sprachen

Deutsch (Muttersprache) · Englisch (fließend)

Für wen ist diese Seite?

Damit du weißt ob du hier richtig bist – und was du von mir erwarten kannst (und was nicht).

Das ist für dich, wenn...

  • Du schon tauchen kannst (Open Water oder höher) und Kapstadt planst
  • Du wissen willst was 7mm Neopren in Realität bedeutet
  • Du konkrete Spot-Empfehlungen statt touristischer Hochglanz-Listen willst
  • Du auf Deutsch lesen und Fragen stellen möchtest
  • Du Erwartungen realistisch justieren willst bevor du buchst
  • Du das erste Mal in Kaltwasser tauchst und nicht weißt was dich erwartet
⚠️

Was ich nicht bin

  • Kein Reisebüro – ich buche keine Flüge oder Hotels für dich
  • Keine Tauchschule – ich biete keine Kurse auf dieser Website an
  • Keine TripAdvisor-Bewertungsmaschine – ich empfehle was ich selbst kenne
  • Kein Sponsor von Tauchveranstaltern – meine Empfehlungen sind unabhängig

Was ich anbiete: Ehrliche, praktische Informationen für Taucher die Kapstadt wirklich verstehen wollen – nicht nur einmal drüber scrollen.

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