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Smitswinkel Bay Wracks tauchen: Fünf Wracks am Kap
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Wracks 12. Juli 2026 Marc 10 Min.

Smitswinkel Bay Wracks tauchen: Fünf Wracks am Kap

Smitswinkel Bay Wracks tauchen: Fünf Schiffswracks in 22–36 m, nur per Boot, AOWD nötig. Beste Sicht im Winter — meine ehrliche Einschätzung. Jetzt planen.

Kurzantwort: Smitswinkel Bay Wracks tauchen in Kapstadt

In der Smitswinkel Bay liegen fünf Schiffswracks eng beieinander auf sandigem Grund in 22 bis 36 Metern Tiefe — erreichbar nur per Boot, ab der Slipway Miller's Point. Wegen der Tiefe brauchst du ein Advanced-Brevet (AOWD), idealerweise eine Deep-Specialty und Nitrox. Die beste Sicht gibt es im Winter, Juni bis August, nach Nordwest-Fronten.

Warum die Smitswinkel Bay einzigartig ist

Ich habe in Kapstadt viele Wracks getaucht, aber die Smitswinkel Bay ist etwas Besonderes — nicht wegen eines einzelnen spektakulären Schiffs, sondern wegen der Dichte. Fünf Wracks liegen hier so nah beieinander, dass ein einziger Bootstauchgang bei guter Planung zwei davon streifen kann. Das gibt es sonst nirgendwo an der Kap-Halbinsel.

Die Bucht liegt im äußersten Süden der False Bay, südlich von Miller's Point und Simon's Town, nicht weit von Cape Point. Das ist exponiertes Wasser — und genau das macht es sowohl reizvoll als auch wetterabhängig. Wer die Smitswinkel-Wracks tauchen will, braucht ein gutes Zeitfenster, das richtige Brevet und einen kühlen Kopf für die Tiefe. Es ist kein Anfängerplatz, und das sage ich bewusst deutlich.

Wenn du dich erst in das Thema Wracktauchen in Kapstadt einlesen willst, empfehle ich vorab meinen Überblick zum Wracktauchen in Cape Town — dort ordne ich die Smitswinkel Bay im Vergleich zu den flacheren Wracks der Region ein.

Wo liegt die Smitswinkel Bay?

Die Smitswinkel Bay (auf Karten manchmal "Smitswinkel" oder "Smits") ist eine kleine Bucht an der Ostseite der Kap-Halbinsel, unterhalb des Smitswinkel-Passes, den die M4 auf dem Weg nach Cape Point hinunterführt. Vom Land aus siehst du die Bucht von oben — ans Wasser kommst du dort aber nicht sinnvoll zum Tauchen.

Praktisch heißt das: Die Wracks sind ausschließlich per Boot erreichbar. Die Charter-Touren starten in der Regel an der Slipway von Miller's Point, keine zehn Minuten Fahrt entfernt. Von dort geht es mit dem Schlauchboot oder Hardboat hinaus zur Bucht. Mehr zur Anreise und den Operatoren findest du in meinem Guide zu Simon's Town als Tauchbasis — das ist der logistische Dreh- und Angelpunkt für alle False-Bay-Bootstauchgänge.

Die fünf Wracks der Smitswinkel Bay

Auf dem sandigen Grund der Bucht liegen fünf Wracks — teils gezielt als künstliche Riffe versenkt, teils gesunkene Arbeitsschiffe. Ich halte mich bei den Details bewusst zurück, wo meine eigenen Aufzeichnungen nicht eindeutig sind: Über die genauen Versenkungsdaten und Schiffsgeschichten kursieren untereinander abweichende Angaben. Was zählt, ist ohnehin, was du unter Wasser siehst.

SAS Pietermaritzburg und SAS Transvaal

Die beiden bekanntesten Wracks sind ausgemusterte Kriegsschiffe der südafrikanischen Marine. Die SAS Pietermaritzburg — ursprünglich ein britischer Minensucher (ex-HMS Pelorus) — wurde in den 1990er-Jahren als künstliches Riff versenkt und ist heute stark von Meeresleben überwachsen. Die SAS Transvaal, eine ehemalige Fregatte, ist das größere der beiden und liegt tiefer. Beide bieten Struktur, an der sich in den Jahrzehnten unter Wasser ein dichter Bewuchs gebildet hat.

Rockeater, Orotava und Princess Elizabeth

Die drei weiteren Wracks — der Trawler beziehungsweise Bagger Rockeater, die Orotava und die Princess Elizabeth — sind kleinere Arbeitsschiffe. Sie sind weniger prominent als die Marine-Wracks, aber gerade ihre kompaktere Struktur macht sie für Fischleben und Nacktschnecken interessant. Auf einem einzelnen Tauchgang wirst du realistisch ein oder zwei Wracks in Ruhe erkunden — alle fünf an einem Tag ist eine Sache mehrerer Tauchgänge über den Tag verteilt, mit sauberen Oberflächenpausen.

Tiefe und Brevet: Was du mitbringen musst

Hier wird es ernst, und ich bin lieber unbequem als gefällig. Die Wracks liegen zwischen etwa 22 und 36 Metern Tiefe. Das ist tiefes Tauchen, und es hat Konsequenzen:

  • Advanced Open Water (AOWD) ist Minimum. Für die flacheren Wracks reicht ein AOWD-Brevet mit Deep-Erfahrung. Für die tiefer liegenden Teile solltest du eine Deep-Diver-Specialty und echte Kaltwasser-Tiefenerfahrung haben — nicht nur den Stempel im Logbuch.
  • Nitrox ist sinnvoll. Auf 30 Metern und tiefer schrumpft deine Nullzeit (NDL) mit Luft schnell zusammen. Mit einem passenden Nitrox-Gemisch verlängerst du die Grundzeit spürbar — vorausgesetzt, du bleibst innerhalb der Sauerstoff-Partialdruckgrenzen.
  • Grundzeit ist knapp. Auf 34 Metern hast du mit Luft nur wenige Minuten, bevor Deko-Stopps fällig werden. Plane konservativ, tauche mit einem Computer, dem du vertraust, und respektiere die Aufstiegsgeschwindigkeit.

Wegen der Tiefe und der resultierenden Stickstoffbelastung ist die Smitswinkel Bay auch ein Ort, an dem du die No-Fly-Zeit vor dem Rückflug ernst nehmen musst — tiefe Wracktauchgänge am letzten Tag vor dem Abflug sind keine gute Idee.

Beste Bedingungen und Saison

Wie überall in False Bay gilt: Die beste Sicht gibt es im Winter, Juni bis August. Nach dem Durchzug einer Nordwest-Front klart das Wasser auf, und an guten Wintertagen sind an den Wracks 10 bis 15 Meter Sicht drin — manchmal mehr. Das ist wichtig, denn in 30 Metern Tiefe willst du das Wrack schon von oben sehen, um dich zu orientieren.

Der Feind ist auch hier der Südost, der berüchtigte "Cape Doctor". Er trübt das Wasser und macht die exponierte Bucht rau. Weil die Smitswinkel Bay offen liegt, ist der Bootstauchgang stark wetterabhängig — bei anhaltendem Südost oder starker Dünung fällt die Tour aus, und das ist gut so. Plane also Pufferzeit ein und buche nicht deinen einzigen freien Tag als Smitswinkel-Tag.

Zur Temperatur: In False Bay liegst du zwischen 14 und 20°C, im sichtstarken Winter Richtung 14 bis 16°C. In der Tiefe an den Wracks wird es spürbar kälter und dunkler als an der Oberfläche — darauf musst du dich einstellen.

Marines Leben an den Wracks

Anders als in den flachen Kelp-Wäldern der Halbinsel fehlt in dieser Tiefe der Ecklonia-maxima-Kelp — es gibt schlicht zu wenig Licht. Dafür sind die Wracks selbst das Riff. Der Stahl ist über die Jahre mit Anemonen, Schwämmen und Weichkorallen überwachsen, und in den Aufbauten und Überhängen sammelt sich das Leben.

Typisch triffst du Roman (Chrysoblephus laticeps) in seinem satten Orange, Hottentot in Schwärmen, dazu eine erstaunliche Dichte an Nacktschnecken — False Bay ist ein Nudibranchia-Paradies, und die Wracks sind da keine Ausnahme. In der Umgebung der Bucht sind gelegentlich auch Cowsharks (Breitnasen-Siebenkiemer, Notorynchus cepedianus) unterwegs, auch wenn sie eher zu den flacheren Kelp-Revieren gehören.

Ausrüstung und Sicherheit

Kapstadt ist Kaltwassertauchen, und in 30 Metern Tiefe im Winter gilt das doppelt. Ein 7mm Neoprenanzug samt Haube und Handschuhen ist hier keine Empfehlung, sondern Voraussetzung — in der Tiefe kühlst du schneller aus, als du denkst, und Auskühlung erhöht auf Deko-Tauchgängen zusätzlich das Risiko.

Warum eine Lampe hier Pflicht ist

In 30 Metern ist es dunkel, selbst bei guter Sicht an der Oberfläche — die Farben verschwinden ins Blaugrau, und in den Aufbauten und Überhängen der Wracks siehst du ohne Licht kaum etwas. Ich habe an den Smitswinkel-Wracks immer eine Wurkkos DL10R Tauchlampe dabei, um in die Innenräume und unter die Vorsprünge zu leuchten. Erst mit Licht siehst du das Orange der Roman und die überwachsene Struktur des Stahls. Und damit die Lampe im Ernstfall nicht davonschwebt, hängt sie bei mir an einem Cressi Lanyard mit Spiralkabel am BCD — auf einem Tiefentauchgang willst du dich nicht darum sorgen müssen.

Boje, Deko-Bewusstsein und Aufstiegskontrolle

Weil die Tauchgänge tief sind und regelmäßig Deko-Stopps oder zumindest einen Sicherheitsstopp erfordern, gehört eine Signalboje (SMB) zur Grundausstattung. Du schießt sie vor dem Aufstieg hoch, machst deinen Stopp an der Leine und zeigst dem Boot, wo du bist — an einer exponierten Bucht mit Strömungspotenzial ist das kein optionales Extra. Kontrolliere deinen Aufstieg, halte die Stopps ein, und tauche diese Wracks das erste Mal mit einem lokalen Guide, der die Struktur und die Strömung kennt.

Häufige Fragen

Welches Brevet braucht man für die Wracks der Smitswinkel Bay?+

Mindestens ein Advanced-Open-Water-Brevet (AOWD), da die Wracks in 22 bis 36 Metern Tiefe liegen. Für die tieferen Bereiche sind eine Deep-Diver-Specialty und echte Kaltwasser-Tiefenerfahrung dringend zu empfehlen. Nitrox ist sinnvoll, weil sich die Nullzeit auf 30 Metern und tiefer mit Luft schnell erschöpft.

Kann man die Smitswinkel-Wracks vom Ufer aus tauchen?+

Nein. Die fünf Wracks der Smitswinkel Bay sind ausschließlich per Boot erreichbar. Die Charter-Touren starten in der Regel an der Slipway von Miller's Point, keine zehn Minuten Fahrt entfernt. Ein Ufereinstieg ist nicht sinnvoll möglich.

Wann ist die beste Zeit, um die Smitswinkel Bay zu tauchen?+

Der Winter von Juni bis August bietet die beste Sicht, weil das Nordwest-Wetter False Bay klaren lässt (10–15 m sind an guten Tagen möglich). Der Südostwind im Sommer trübt das Wasser und macht die exponierte Bucht rau. Weil die Tour stark wetterabhängig ist, sollte man Pufferzeit einplanen.

Wie viele der fünf Wracks sieht man auf einem Tauchgang?+

Realistisch erkundest du auf einem einzelnen Tauchgang ein bis zwei Wracks in Ruhe, da die Grundzeit in 30 Metern Tiefe knapp ist. Weil die Wracks eng beieinander liegen, lässt sich bei guter Planung ein zweites streifen. Alle fünf an einem Tag verlangen mehrere Tauchgänge mit sauberen Oberflächenpausen.

Wie kalt ist das Wasser an den Wracks der Smitswinkel Bay?+

Als Teil von False Bay liegt die Oberflächentemperatur zwischen 14 und 20°C, im sichtstarken Winter Richtung 14 bis 16°C. In der Tiefe an den Wracks wird es spürbar kälter und dunkler. Ein 7-mm-Neoprenanzug samt Haube und Handschuhen ist deshalb Pflicht.

Über den Autor

Marc – PADI Divemaster

Marc

PADI Divemaster · Cape Town

Ich zeige dir, wie du in Kapstadt sicher tauchst und die richtigen Spots für dein Level auswählst.

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Meine Ausrüstung

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