November bietet Hochsaison-Qualität zu Schultersaison-Preisen. Cowsharks auf dem Höhepunkt, Robben-Babys und beste Sicht — buche jetzt.
Was macht November besonders für Taucher in Kapstadt?
November ist der Monat direkt vor dem großen Ansturm. Ab Dezember explodieren die Preise, die Tauchboote sind ausgebucht, und jede Unterkunft in Simon's Town kostet das Doppelte. Im November bekommst du praktisch identische Tauchbedingungen — oft sogar bessere — bei einem Bruchteil der Kosten und ohne die Massen. Wenn Oktober Kapstadts bestgehütetes Geheimnis ist, dann ist November der letzte Zug, auf den du aufspringen kannst.
Bedingungen im November: Spätes Frühjahr
- Atlantik: 12–14°C, Sicht 8–15 Meter
- False Bay: 16–19°C, Sicht 8–15 Meter
- Luft: 16–25°C, überwiegend sonnig, Südostwind zunehmend
- Wind: Der "Cape Doctor" (Südostwind) kehrt zurück, aber noch nicht in voller Sommerintensität
Das Wasser in False Bay hat jetzt eine Temperatur erreicht, die auch kälteempfindliche Taucher gut aushalten. 16–19°C klingt nach wenig, aber mit einem guten 7mm-Anzug sind 50- bis 60-Minuten-Tauchgänge bequem machbar. Am Atlantik bleibt es kalt, aber die Sicht ist im November oft hervorragend.
Cowsharks: Höhepunkt der Saison
November ist einer der absoluten Spitzenmonate für Cowshark-Begegnungen. An Miller's Point und The Pinnacles liegt die Sichtungsrate jetzt bei 85–90%. Die Breitnasen-Siebensiemer sind aktiv, neugierig und in großer Zahl unterwegs.
Was mich an November-Cowsharks immer wieder beeindruckt: Du siehst jetzt die gesamte Bandbreite — große Weibchen von über drei Metern, die majestätisch über das Riff patrouillieren, und kleinere Männchen, die in Gruppen von zwei oder drei Tieren das Riff absuchen. An guten Tagen hatte ich acht bis zehn verschiedene Individuen in einem einzigen Tauchgang. Für manche Gäste war das der beste Tauchgang ihres Lebens.
Wer speziell für Cowsharks nach Kapstadt kommt, sollte November ernsthaft in Betracht ziehen. Die Kombination aus warmen Temperaturen, guter Sicht und maximaler Cowshark-Aktivität ist schwer zu toppen. Alle Details zu Spots und Verhalten findest du in meinem Cowshark-Guide.
Robben-Babys bei Duiker Island
Im November passiert etwas Magisches bei Duiker Island vor Hout Bay: Die Robben-Babys des Jahres lernen schwimmen. Die Kap-Pelzrobben-Kolonie hat im Oktober/November Nachwuchs, und die Jungtiere beginnen jetzt, das Wasser zu erkunden. Für Taucher bedeutet das: extrem neugierige, spielerische Mini-Robben, die keine Scheu vor dir haben und buchstäblich an deinen Flossen und deiner Maske knabbern.
Das ist eines der charmantesten Taucherlebnisse, die es gibt. Erwachsene Robben sind schon neugierig — aber die Babys sind auf einem ganz anderen Level. Sie kennen keine Angst, nur Neugier. Mehr zum Robben-Tauchen in meinem Hout Bay Guide.
Der Südostwind: Fluch und Segen
Ab November macht sich der Südostwind wieder bemerkbar. Der "Cape Doctor" — so genannt, weil er die Luft über Kapstadt reinigt — kann bis zu 40–50 km/h stark werden und macht besonders die Atlantikseite an manchen Tagen untauchbar.
Die gute Nachricht: Der Südostwind im November ist noch nicht auf Sommer-Niveau. Du bekommst eher drei bis vier windige Tage pro Woche statt sechs bis sieben wie im Januar. Außerdem schützt False Bay's Topografie vor dem Schlimmsten — Simon's Town liegt im Windschatten, und die Bootstauchgänge an Miller's Point sind auch bei moderatem Südostwind möglich.
Mein Tipp: Checke morgens die Windvorhersage (Windy.com ist in Kapstadt extrem zuverlässig) und plane deine Atlantik-Tauchgänge für die windstillen Tage. Details zur Wahl zwischen den zwei Ozeanen findest du in meinem False Bay vs. Atlantik Vergleich.
Reef Life: Alles ist aktiv
November ist ein produktiver Monat unter Wasser. Die Riffe bei Miller's Point und in der Smitswinkel Bay sind voller Leben: Tintenfische jagen in den Kelpwäldern, Schülerfischschwärme (Hottentots) bilden riesige Vorhänge, Seeigel und Seesterne bedecken jeden Quadratzentimeter Riff, und die Nacktschnecken-Vielfalt ist auf dem Höhepunkt.
Für Wrack-Taucher ist November ebenfalls gut: Die SAS Pietermaritzburg in der Smitswinkel Bay (30 Meter) hat jetzt oft hervorragende Sicht, und das Wrack der Clan Stuart bei Simon's Town ist im November ein Makro-Paradies mit Nacktschnecken und Anemonen auf jedem Metallstück.
Ausrüstung im November
In False Bay bei 16–19°C kommst du mit einem guten 7mm Neoprenanzug bestens zurecht. Haube ist am Atlantik weiterhin Pflicht, in False Bay an warmen Tagen optional. 5mm Tauchstiefel schützen deine Füße beim Ein- und Ausstieg über die Felsen — gerade beim Shore Diving unverzichtbar.
Eine Signalboje (SMB) solltest du im November immer dabeihaben. Bei Bootsausfahrten in False Bay kann der Wind plötzlich auffrischen, und eine leuchtend orange Boje macht den Unterschied, ob das Boot dich findet oder eine halbe Stunde sucht.
Budget: Die letzte Chance vor Dezember
November ist die letzte Gelegenheit für moderate Preise. Ab Anfang Dezember verdoppeln sich die Unterkunftskosten, und Tauchboote sind wochen im Voraus ausgebucht. Im November zahlst du für ein Doppelzimmer in Simon's Town 60–90€, für einen Bootstauchgang 50–70€. Buche zwei bis drei Wochen vorher — im November wird es langsam voller, aber Panik ist noch nicht angesagt.
Was ich dir empfehle
November ist mein Monat für alle, die "das Beste von allem" wollen, ohne den Dezember-Irrsinn mitzumachen. Du bekommst die wärmsten Wassertemperaturen der Schultersaison, Cowsharks auf dem Höhepunkt, spielerische Robben-Babys, lebendige Riffe — und kannst abends noch im T-Shirt draußen sitzen. Buche jetzt. Im Dezember ist es zu spät.
Häufige Fragen
Ist November besser als Dezember zum Tauchen?+
Unter Wasser sind die Bedingungen fast identisch — November hat sogar oft bessere Sicht, weil die sommerliche Algenblüte noch nicht begonnen hat. Der große Vorteil: weniger Touristen, günstigere Preise und mehr Verfügbarkeit bei Operatoren.
Wie stark ist der Südostwind im November?+
Moderat. Im Vergleich zum Hochsommer (Januar/Februar) ist der Wind im November deutlich erträglicher. Etwa drei bis vier Tage pro Woche sind windig, der Rest ruhig. False Bay ist besser geschützt als die Atlantikseite.
Kann man im November Robben-Babys sehen?+
Ja! November ist einer der besten Monate für Robben-Tauchen bei Duiker Island. Die Jungtiere lernen gerade schwimmen und sind extrem neugierig — sie kommen oft auf Armlänge an Taucher heran.
Brauche ich im November noch einen 7mm Neoprenanzug?+
Für den Atlantik (12–14°C) definitiv ja. In False Bay (16–19°C) kommst du an warmen Tagen auch mit 5mm plus Weste zurecht, aber 7mm bleibt die sichere Wahl. Lieber zu warm als zu kalt.
Wie weit im Voraus muss ich für November buchen?+
Zwei bis drei Wochen vorher reicht für die meisten Operator. Für Unterkünfte in Simon's Town empfehle ich vier bis sechs Wochen Vorlauf, besonders wenn du ein bestimmtes Gästehaus im Auge hast.




